Sozialhilfe

kurz erklärt

Wenn der Lohn zu tief ist

Viele von der Sozialhilfe unterstützte Personen arbeiten. Dennoch reicht der Lohn oft nicht zum Leben. Das betrifft vor allem Personen ohne berufliche Qualifizierung. Insbesondere bei Familien muss die Sozialhilfe deshalb ergänzend zum Erwerbseinkomen Leistungen ausrichten. 29.6 Prozent der sozialhilfeunterstützten Erwachsenen sind auf Stellensuche. Die Sozialdienste unterstützen diese bei der Integration in den Arbeitsmarkt und stellen Qualifizierungs-, Integrations- und Beschäftigungsprogramme sowie Weiterbildungsangebote bereit, um die Zeit bis zu einem Stellenantritt sinnvoll zu überbrücken. Mehr als 37 Prozent der unterstützten Erwachsenen können wegen Kinderbetreuungspflichten oder aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten. Viele Personen mit gesundheitlichen Problemen haben früher eine IV-Rente erhalten. Seit einigen Jahren hat die IV aber ihre Rentenpraxis verschärft. Die Folge davon ist, dass immer mehr Personen mit gesundheitlichen Problemen von der Sozialhilfe unterstützt werden müssen.

 

Wussten Sie?

Gut ein Drittel der erwachsenen unterstützten Personen arbeitet.  


Rund die Hälfte der Sozialhilfebeziehenden zwischen 25 und 64 Jahren hat keine berufliche Ausbildung.